Ich war noch nie gut mit falschen Wimpern. Der Kleber landet überall — an den Fingern, auf den Augenlidern, und ab und zu sogar im Auge. Als ich dann auf dieser Seite die EMEDA Magnetwimpern mit diesem kleinen Applikator-Tool gesehen habe, dachte ich als Erstes: Kein Kleber bedeutet keine Sauerei, und das allein war einen Versuch wert.
Das Set kam in einer kompakten Magnetbox mit eingebautem Spiegel — viel durchdachter als die Plastikschalen, in denen die meisten Wimpern geliefert werden. Inhalt: zwei Paar doppelseitige Magnetwimpern und der Applikator. Die Wimpern selbst sind aus Kunstnerz, fühlen sich weich an und haben ein leichtes Band, das nicht dieses steife, plastikartige Gefühl hat, das man von günstigen Wimpern kennt.
Funktionieren Magnetwimpern wirklich?
Kurze Antwort: ja, aber nicht beim ersten Versuch. Ich habe drei Anläufe gebraucht, bis sie bündig am Wimpernkranz anlagen. Beim ersten Mal habe ich sie zu weit oben auf den natürlichen Wimpern platziert und hatte eine sichtbare Lücke, die mich im peripheren Blickfeld wahnsinnig gemacht hat. Beim zweiten Mal saß der innere Winkel perfekt, aber der äußere Rand hat abgestanden. Beim dritten Versuch hatte ich den Dreh raus.
Hier ist der Trick, den einem keiner verrät: Erst die eigenen Wimpern wellen, dann den Applikator wie eine Wimpernzange benutzen. Den Magnetstreifen am Wimpernkranz ausrichten, in einen Spiegel nach unten schauen und den Applikator sanft zusammendrücken — die gleiche Bewegung wie beim Wellen der Wimpern. Loslassen und schon schnappen sie zusammen, mit den natürlichen Wimpern zwischen den beiden Magnetstreifen. Es fühlt sich richtig befriedigend an, wenn es klappt.
Die Magnete sind in kleinen, leichten Segmenten entlang des Bandes verteilt. Das ist wichtig, weil billigere Magnetwimpern oft klobige Magnete haben, die sich schwer anfühlen oder an den eigenen Wimpern ziehen. Diese sind so leicht, dass ich nach 10 Minuten vergessen hatte, überhaupt etwas zu tragen. Ich hatte sie einen ganzen Arbeitstag (8 Stunden) und danach beim Abendessen an — sie sind sitzen geblieben, ohne dass sich der äußere Winkel gelöst hat oder ich sie mittags neu anbringen musste.
Lohnen sich Magnetwimpern für den Alltag?
Für mich auf jeden Fall. Früher habe ich falsche Wimpern nur für besondere Anlässe aufgehoben, weil die Klebe-Prozedur ein 15-minütiger Kampf war. Diese hier brauchen, sobald man die Technik drauf hat, unter zwei Minuten pro Auge. Für diesen Preis schlägt allein die Bequemlichkeit jedes Strip-Wimpern-und-Kleber-Set, das ich je ausprobiert habe.
Die natürliche Variante (die habe ich genommen) sorgt für einen weichen, wispy-Look, der tagsüber funktioniert. Es ist nicht die dramatische Instagram-Wimper — sie verleiht Volumen und Länge, ohne zu schreien „Ich trage Fake Lashes“. Meine eigenen Wimpern sind eher kurz, und diese haben mir diesen flatterhaften Look gegeben, den Mascara immer verspricht, aber nie hält.
Eine Sache, bei der man realistisch sein sollte: Wahrscheinlich müsst ihr sie kürzen. Ich habe kleinere Augen und das volle Band war zu lang für meinen Wimpernkranz. Das Kürzen von der Außenseite hat das Problem gelöst, ohne bei meinem Paar in die Magnete zu schneiden. Aber achtet darauf: Wenn die Magnete nah an den Enden sitzen, könnte das Kürzen die Haftung beeinträchtigen. Prüft vor dem Schneiden, wo die Magnete sitzen.
Wie schwer ist das Auftragen?
Es gibt eine Lernkurve — wer etwas anderes behauptet, will dir wahrscheinlich etwas verkaufen. Mein erstes erfolgreiches Auftragen hat etwa fünf Minuten mit Justieren und Nachklemmen gedauert. Am vierten Tag habe ich beide Augen in unter zwei Minuten geschafft.
Der Schlüssel ist der Applikator. Er hält beide Magnetstreifen in der richtigen Ausrichtung, sodass man nicht mit den Fingern zwei separate Teile herumfummeln muss. Man schiebt die Wimpern in die Rillen des Applikators, setzt ihn am Wimpernkranz an, drückt zu und lässt los. Die Wimpern klemmen sich um die eigenen Wimpern und bleiben sitzen.
Die Bewegung, bei der es bei mir endlich Klick gemacht hat, war, den Applikator genau wie eine Wimpernzange zu behandeln. Man schaut nach unten in einen Spiegel, setzt die Magnetstreifen direkt am Ansatz der Wimpern an, drückt den Applikator zusammen, hält kurz und lässt dann los. Die beiden Magnetstreifen schnappen in einer sauberen Bewegung um die eigenen Wimpern herum — kein Rumgewackel, kein Nachjustieren, kein Neuanfang, weil eine Ecke nicht gehalten hat.
Was mich am meisten überrascht hat: Sie sind wirklich wiederverwendbar. Ich trage dasselbe Paar jetzt schon sechsmal und die Magnete halten immer noch. Ich bewahre sie in der Magnetbox auf — die Magnete rasten sie automatisch ein, sodass die Bänder nicht verbiegen oder verstauben. Viel besser, als Strip-Wimpern nach zwei- oder dreimaligem Tragen wegzuwerfen, weil das Band sich verformt hat oder Kleberückstände sich angesammelt haben.
Ein Tipp, den ich nach den ersten paar Malen gelernt habe: Die kleine Magnetbox in der Tasche mitnehmen. Sollte sich der äußere Winkel doch mal lösen (ist mir an einem feuchten Tag passiert), kann man sie in 30 Sekunden abnehmen und neu einklemmen. Der Spiegel im Etui macht das auch ohne Badezimmer einfach.
Vorteile, Nachteile und Fazit
Was ich liebe: Kein Kleber, keine Sauerei, kein ausgetrockneter Wimpernkleber, der sich abends von den Augenlidern schält. Der Applikator funktioniert wirklich, sobald man die Bewegung raushat. Sie sind leicht und bequem — nicht dieses schwere, ziehende Gefühl, das manche Magnetwimpern haben. Die Magnet-Aufbewahrungsbox ist wirklich nützlich, nicht nur Verpackung. Und für 9,99 $ für zwei Paar plus Werkzeug ist das Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu schlagen.
Was besser sein könnte: Die Lernkurve ist real, und die ersten Versuche werden frustrierend sein. Das Band ist für durchschnittliche bis große Augen gemacht — bei kleineren Augen müsst ihr mit Kürzen rechnen. Die Magnete sind zwar leicht, verleihen dem Band aber eine gewisse Steifigkeit, an die man sich im Vergleich zu traditionellen Strip-Wimpern erst gewöhnen muss. Und wenn ihr sie längere Zeit zusammengeklebt aufbewahrt, geht vorsichtig beim Trennen vor — gerades Auseinanderziehen kann den Magnetkleber belasten. Schiebt sie stattdessen seitlich auseinander.
Für wen sich der Kauf lohnt: alle, die Wimpernkleber hassen, Anfänger, die eine wiederverwendbare Option ohne Klebstoff suchen, und alle mit empfindlichen Augen, die auf herkömmliche Wimpernkleber reagieren. Wer lieber die Finger davon lassen sollte: wer extrem präzises Platzieren direkt am Wimpernansatz ohne sichtbaren Spalt braucht, oder wer sehr kleine oder Schlupfaugen hat, bei denen die Bandkrümmung nicht perfekt zur Augenform passt. Wenn die Klemm-Methode mit Magneten für eure Augenform nicht funktioniert, sind selbstklebende Wimpern eine weitere kleberfreie Alternative, die einen Blick wert ist. Und wenn ihr sehen wollt, wie diese im Vergleich zu anderen Magnetwimpern abschneiden, die ich ausprobiert habe: Das Applikator-Design der verschiedenen Marken macht einen größeren Unterschied, als man denkt.

EMEDA Magnetwimpern — Kleberfreies, wiederverwendbares Set
Zwei Paar weiche Kunstnerz-Magnetwimpern mit Applikator und Spiegel-Etui — kein Kleber, keine Sauerei, wiederverwendbar.
Produkt ansehen — 9,99 $Nach zwei Wochen täglichem Tragen haben diese jedes Paar Strip-Wimpern in meiner Make-up-Tasche ersetzt. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal jemand bin, der „jeden Tag Wimpern“ trägt, aber den Kleber aus der Gleichung zu nehmen, hat alles verändert. Die EMEDA Magnetwimpern sind weder protzig noch ein Gimmick — sie sind einfach eine durchdachte Lösung für ein Problem, das jeder kennt, der schon mal Wimpernkleber im Auge hatte.
| Produktdetails | |
|---|---|
| Marke | EMEDA |
| Typ | Magnetisch (kleberfrei, Sandwich-/Klemm-Methode) |
| Material | Kunstnerz |
| Enthaltene Paare | 2 Paare + Applikator |
| Stil | Natürlicher Look |
| Wiederverwendbar | Ja — bei richtiger Pflege mehrfach tragbar |
| Enthaltenes Zubehör | Magnet-Applikator, Spiegel-Etui |

